Etwa atemlos ist mein Leben in letzter Zeit.
Ueber
Lili, die Auswanderin, und ihre ersten Erfahrungen in Israel wollte ich schreiben, aber der Text endete unvollendet off-line in einem file.
Darüber wie schweizer Kinder spielen wollte ich schreiben, aber dieser Text entstand nur Off-off-line, nämlich ausschliesslich in meinem Kopf.
Auch
Tanner, den Helden der drei Kriminalromane Urs Schaubs, wollte ich erwähnen, aber er hat es nur bis in die Seitenleiste dieses blogs unter "Mein Lesestoff" geschafft.
Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so schreibe ich vorerst mal von meinem Besuch in München.
Sicher ist es schon mehr als ein Jahr her seit ich das letzte mal in meiner Heimatstadt war. In meinem Alltag im ländlichen Berner Oberland vermisse ich die Grossstadt eigentlich nie und selten denke ich mal an München. Aber es kommt immer so ein Punkt, an dem ich merke, dass es wieder mal an der Zeit ist zu den Wurzeln zurück zu kehren.
Dieses Mal habe ich den Besuch bei meinem Vater genutzt und Freunde wieder getroffen, die ich schon sehr lange nicht mehr gesehen habe. Es erstaunt mich immer wieder, dass bei den wirklich guten Beziehungen das Vergehen der Zeit keine Rolle spielt für die Tiefe der empfundenen Freundschaft.
Wer weiss wo diese Schönheit ihren Handstand macht,

weiss, dass wir im Olympiapark waren. Natürlich unterlag auch hier alles dieser seltsamen Empfindung, dass die Orte der Kindheit "geschrumpft" sind. Selbst der Olympiaturm (im Hintergrund des Fotos) wirkte kleiner als in meiner Kindheit...und das erstaunt dann doch. Als neue Attraktion im Plympiagelände gilt das
"Sealife"-Aquarium. Schilder vor dem Eingang des Gebäudes zeugen davon, dass sich im Sommer lange Schlangen bilden: etwa 20 Meter vor der Eingangstüre steht ein Schild mit der Aufschrift "ab hier noch 30 Minuten"..... Glücklicherweise hatten wir unbehinderten Zutritt und konnten das wirklich sehr schön gestaltete Aquarium geniessen. Entlang des Verlaufes der Donau von der Quelle bis zur Mündung im Schwarzen Meer folgt man den verschiedenen Fischarten. Erst Süsswasser- dann Salzwasserbecken beherbergen eine enorme Vielzahl von Wassertieren.

Selbst eine Meeresschildkroete mit Putzerfisch kann man bewundern. Die einzelnen Aquarien gleichen Bühnen, auf denen einen Geschichte inszeniert wird: ein Schriffswrack, ein Steg, Wellengang im Hafen, etc. Sogar verschieden Quallenarten, lebende Nautilus und Anemonen-Fütterung fehlen nicht im Rundgang.
Im ebenfalls noch jungen Museum
"Mensch und Natur" im Nymphenburger Schlosspark kann man von Dinoskeletten über lebensgrossen Nachbauten dieser Urechsen

über Bruno den geschossenen "Problembären" der bayrischen Alpenregion

fast alles finden.
Und zu guter Letzt statteten Füchschen, sein Grossvater und ich dem
Dantebad einen Besuch ab, das in dieser Reihe sicher der Ort war, den ich am längsten nicht mehr gesehen hatte.
Erkannt habe ich vom Bad meiner Kindertage fast nichts mehr, da die ganze Anlage fast gänzlich überholt wurde. So war das Gefühl der "geschrumpften" Umgebung hier nicht zu spüren. Wo früher ein Sprungbecken mit 10m-Turm war, befindet sich jetzt ein Wellnessbecken mit Strömungskanal.