Trauerrand
Gestern erreichte uns ein Kuvert, das auf der rechten Seite mit einer grauen Schattierung versehen war. Wer so einen Umschlag sieht, denkt sofort "Oha! Leidzirkular! Jemand ist gestorben, den ich gekannt habe!" In Fliegerkreisen kommt das vielleicht etwas häufiger vor als bei (von Piloten sogenannten) "Fussgängern". In diesem Fall hatte es, obwohl der Verstorbene tatsächlich Pilot war, nichts damit zu tun. Dieser Tod war nicht wirklich überraschend, da er schon lange an Herzbeschwerden litt, aber dennoch bleibt immer dieses fröstelnde Erstaunen.
Ich frage mich, ob diese graue Schattierung am Umschlag genau dafür entworfen wurde: als Vorwarnung vor einer Todesnachricht. Wäre es so viel schlimmer, wenn die Nachricht einfach nur in einem weissen Umschlag stecken würde? Dann würde man, lebenslustig wie immer, den Umschlag öffnen und der Blick fiele direkt auf den Namen des Verstorbenen. Mein Erstaunen wäre nicht grösser und nicht kleiner. Denn diese Art von Brief bekommt man sowieso nur, wenn man nicht zur nächsten Verwandtschaft zählt. Die Todesnachrichten, die einen umwerfen, erhält man schätzungsweise eher mündlich.
Für mich ist dieser Trauerrand ein ganz typisches Zeichen dafür wie wir mit dem Thema Tod umgehen. Er sagt für mich:"Achtung! Ergriffenheit!" Todesfälle sind traurig, denn immer gäbe es noch etwas, was derjenige noch hätte machen können oder wollen. Und je jünger der Gestorbene ist, um so mehr schockiert einen das. Aber eigentlich sollte man so etwas doch als gute Gelegenheit nutzen um über das eigene Sterben nachzudenken. Denn wann kann man am besten etwas über den Tod erfahren? Doch nur, wenn der Tod ein Teil des eigenen Lebens ist. Mein Tod kommt sowieso, ob ich jetzt darüber nachdenke oder nicht. Ich denke lieber darüber nach, denn er hilft mir die Dinge ins Lot zu stellen.
Ich frage mich, ob diese graue Schattierung am Umschlag genau dafür entworfen wurde: als Vorwarnung vor einer Todesnachricht. Wäre es so viel schlimmer, wenn die Nachricht einfach nur in einem weissen Umschlag stecken würde? Dann würde man, lebenslustig wie immer, den Umschlag öffnen und der Blick fiele direkt auf den Namen des Verstorbenen. Mein Erstaunen wäre nicht grösser und nicht kleiner. Denn diese Art von Brief bekommt man sowieso nur, wenn man nicht zur nächsten Verwandtschaft zählt. Die Todesnachrichten, die einen umwerfen, erhält man schätzungsweise eher mündlich.
Für mich ist dieser Trauerrand ein ganz typisches Zeichen dafür wie wir mit dem Thema Tod umgehen. Er sagt für mich:"Achtung! Ergriffenheit!" Todesfälle sind traurig, denn immer gäbe es noch etwas, was derjenige noch hätte machen können oder wollen. Und je jünger der Gestorbene ist, um so mehr schockiert einen das. Aber eigentlich sollte man so etwas doch als gute Gelegenheit nutzen um über das eigene Sterben nachzudenken. Denn wann kann man am besten etwas über den Tod erfahren? Doch nur, wenn der Tod ein Teil des eigenen Lebens ist. Mein Tod kommt sowieso, ob ich jetzt darüber nachdenke oder nicht. Ich denke lieber darüber nach, denn er hilft mir die Dinge ins Lot zu stellen.
Wüstenfuchs - 8. Jul, 11:00
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