Tages Eindrücke
Lieber Wüstenfuchs,
heute auf dem weg nach Hause im Bus schnappte mein Ohr einen Fetzen "Hauchdeutsch" auf der sehr schweizerisch angehaucht klang. Auf dem Absatz umgekehrt und in die Menschenmasse (die Buse sind meistens grundsätzlich überfüllt) reingefragt: hör ich hier etwa schweizerdeutsch? Als Antwort kommt ein: "Ja" und ein: "sowas in der Art" daher. Stellte sich heraus das eine "ursprüngliche Schweizerin" zufällig auf einen jungen Mann aus dem Allgäu getroffen ist. Kurz ausgetauscht. Der Mann bereist aus spass an der Freud den nahen Osten. Die Frau lebt seit 30 Jahren hier. Aus Bern komme sie wirft sie ins gespräch ein. Ich lache und sage: "na endlich! Bis jetzt hab ich hier nur Zürcher und Basler angetroffen" Sie: "aus Bern direkt?" Ich: "also aus Worb" Die Frau grinst erst leise und dann breitet sich ein breites Lächeln auf ihrem Gesicht aus: "Konolfingen". Der Allgäuer befragt uns beide interessiert: Was einem aus der Schweiz nach Israel treibt. Ob man sich je im leben an die Hitze gewöhnt?Die Frau gibt dem Mann noch Instruktionen bei welcher Busstation er aussteigen soll und verschwindet mit der aussteigenden Menschenmasse. Der junge Allgäuer beteuert mehrmals einwandfrei schweizerdeutsch zu verstehen "imfall fascht besser als des deutsche zügs" Ich zeige ihm nochmals wo er aussteigen muss. Er schwingt seinen übergrossen Rucksack auf den Rücken und entschwindet wieder aus der Begegnung in die Welt hinaus.
Da fällt mir plötzlich auf das wir uns in dem Gespräch gesietzt haben.
Die Hebräische Sprache kennt nur Du. Du männlich und Du weiblich... "Ata" (verwirrenderweise männlich) und "At".
Nicht nur das es kein Sie gibt sondern das "Du" fühlt sich auch wie ein "Du" an. Man kennt hier fast von niemandem den Nachnamen. Sei es die Lehrerin im Sprachkurs oder die Kindergärtnerinnen.
Einst als die Kindergärtnerin einen Brief an die Eltern geschrieben hat hab ich gedacht so nun wird sie doch mal mit Nachnamen unterschreiben und ich werde ihn endlich erfahren. Aber was stand als Unterschrift? Miri ha ganenet. Miri die Kindergärtnerin.
Heute dann beim Einkaufen. Der Security typ von unserem Supermarkt(irgendwas zwsichen 60 und 70 jährig) scherzt uns wie fast immer zu: was? schon wieder beim einkaufen?" Ich sag ihm: klar, wir haben dich schon vermisst. er: "sag mal das ist doch viel zu umständlich immer mit den Kindern zu kommen. Komm doch mal alleine?" ich: "ja wie denn? ich bin mit den Kindern allein." security typ schaut mich schockiert an: "bist du verwittwet?" ich: "neeeeeeeeeeein nur getrennt" Security typ runzelt die Stirn: welcher Mann mit dem kleinsten bischen verstand würde denn freiwillig zwei so süsse Kinder verlassen?" nochmal stirnrunzeln:" sag mal bezahlt er wenigstens?" " ja" "aber du bist ja neu hier und weisst ja garnicht ob er dich übers ohr haut! sag mir was er bezahlt damit ich dir sagen kann ob der betrag ok ist. Und sag dem Kerl das er bekloppt ist! Sowas wie dich lässt man nicht alleine" Lächelnd mache ich mich mit den Kindern auf den Heimweg.
Auf dem Weg ruft mir eine wildfremde Frau mit neugeborenem Baby auf dem Arm und Kleinkind an der Hand zu: "Hey du hallo kannst du mir schnell helfen? Kannst du schnell mein baby halten? ich muss den Kinderwagen aus dem Auto holen." Da Steh ich mitten auf dem Trottoir und halte ein ganz fremdes süsses Baby auf dem Arm. Die Frau bedankt sich und nimmt mir das Baby wieder ab. Mit lächelndem Herzen geh ich nach hause und denke mir: hier ist man auch alleine nicht allein.
so also war mein Tag.
bis bald
gruss
Lili
heute auf dem weg nach Hause im Bus schnappte mein Ohr einen Fetzen "Hauchdeutsch" auf der sehr schweizerisch angehaucht klang. Auf dem Absatz umgekehrt und in die Menschenmasse (die Buse sind meistens grundsätzlich überfüllt) reingefragt: hör ich hier etwa schweizerdeutsch? Als Antwort kommt ein: "Ja" und ein: "sowas in der Art" daher. Stellte sich heraus das eine "ursprüngliche Schweizerin" zufällig auf einen jungen Mann aus dem Allgäu getroffen ist. Kurz ausgetauscht. Der Mann bereist aus spass an der Freud den nahen Osten. Die Frau lebt seit 30 Jahren hier. Aus Bern komme sie wirft sie ins gespräch ein. Ich lache und sage: "na endlich! Bis jetzt hab ich hier nur Zürcher und Basler angetroffen" Sie: "aus Bern direkt?" Ich: "also aus Worb" Die Frau grinst erst leise und dann breitet sich ein breites Lächeln auf ihrem Gesicht aus: "Konolfingen". Der Allgäuer befragt uns beide interessiert: Was einem aus der Schweiz nach Israel treibt. Ob man sich je im leben an die Hitze gewöhnt?Die Frau gibt dem Mann noch Instruktionen bei welcher Busstation er aussteigen soll und verschwindet mit der aussteigenden Menschenmasse. Der junge Allgäuer beteuert mehrmals einwandfrei schweizerdeutsch zu verstehen "imfall fascht besser als des deutsche zügs" Ich zeige ihm nochmals wo er aussteigen muss. Er schwingt seinen übergrossen Rucksack auf den Rücken und entschwindet wieder aus der Begegnung in die Welt hinaus.
Da fällt mir plötzlich auf das wir uns in dem Gespräch gesietzt haben.
Die Hebräische Sprache kennt nur Du. Du männlich und Du weiblich... "Ata" (verwirrenderweise männlich) und "At".
Nicht nur das es kein Sie gibt sondern das "Du" fühlt sich auch wie ein "Du" an. Man kennt hier fast von niemandem den Nachnamen. Sei es die Lehrerin im Sprachkurs oder die Kindergärtnerinnen.
Einst als die Kindergärtnerin einen Brief an die Eltern geschrieben hat hab ich gedacht so nun wird sie doch mal mit Nachnamen unterschreiben und ich werde ihn endlich erfahren. Aber was stand als Unterschrift? Miri ha ganenet. Miri die Kindergärtnerin.
Heute dann beim Einkaufen. Der Security typ von unserem Supermarkt(irgendwas zwsichen 60 und 70 jährig) scherzt uns wie fast immer zu: was? schon wieder beim einkaufen?" Ich sag ihm: klar, wir haben dich schon vermisst. er: "sag mal das ist doch viel zu umständlich immer mit den Kindern zu kommen. Komm doch mal alleine?" ich: "ja wie denn? ich bin mit den Kindern allein." security typ schaut mich schockiert an: "bist du verwittwet?" ich: "neeeeeeeeeeein nur getrennt" Security typ runzelt die Stirn: welcher Mann mit dem kleinsten bischen verstand würde denn freiwillig zwei so süsse Kinder verlassen?" nochmal stirnrunzeln:" sag mal bezahlt er wenigstens?" " ja" "aber du bist ja neu hier und weisst ja garnicht ob er dich übers ohr haut! sag mir was er bezahlt damit ich dir sagen kann ob der betrag ok ist. Und sag dem Kerl das er bekloppt ist! Sowas wie dich lässt man nicht alleine" Lächelnd mache ich mich mit den Kindern auf den Heimweg.
Auf dem Weg ruft mir eine wildfremde Frau mit neugeborenem Baby auf dem Arm und Kleinkind an der Hand zu: "Hey du hallo kannst du mir schnell helfen? Kannst du schnell mein baby halten? ich muss den Kinderwagen aus dem Auto holen." Da Steh ich mitten auf dem Trottoir und halte ein ganz fremdes süsses Baby auf dem Arm. Die Frau bedankt sich und nimmt mir das Baby wieder ab. Mit lächelndem Herzen geh ich nach hause und denke mir: hier ist man auch alleine nicht allein.
so also war mein Tag.
bis bald
gruss
Lili
Liliimgelobtenland - 20. Jun, 22:09
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