Sensationslust
"Ich freu mich schon auf die Ueberschwemmung!" höre ich einen etwa 10jährigen Jungen sagen. Er spielt damit auf die mögliche Entleerung des Gletschersees des unteren Grindelwaldgletschers an. Seit 2005 ist dort durch Klimaerwärmung und Gletscherabschmelzung ein neuer See entstanden, dessen Pegel täglich durch das Schmelzwasser steigt.

Im Moment hält der Riegel aus sogenanntem Toteis das Wasser noch auf, aber die Kante ist bald erreicht. Wenn das Wasser weitersteigt, dann bricht entweder der Damm oder das Wasser läuft über oder eine Kombination aus beidem. In jedem Fall würden sich die etwas 3 Mio. m3 in die Lütschine und schliesslich in den Brienzersee ergiessen. Geschieht das schnell und nicht peu-a-peu, dann kommt es im Gebiet Interlaken, das ganz im Talboden liegt, zu Ueberschwemmungen.... und genau das wars, was der Junge sich schon in seinen Träumen ausmalte.
Zugegeben: auch für uns Erwachsene hat so eine "Naturkatasrophe" etwas faszinierendes, nur würden wirs nie so formulieren. Ich liebe starke Gewitter! Wenns so richtig wumst und kracht, dann stehe ich am Fenster und geniesse dieses Naturschauspiel..... aber eben nur so lange nicht mein Auto vom Hagel verunstaltet wird oder der Platzregen durch ein aus Versehen offen gelassenes Dachfenster den Parkett ruiniert.
Die Ueberschwemmung vor bald drei Jahren, die durch vier Tage permanenten Regen aus den Oberländer Bergrinnsalen reissende Flüsse machte und den Thunersee zum Meer werden liess, hat uns nie gekannte Sensationen beschert. Menschen wurden aus den Seitentälern mit dem Heli ausgeflogen, da Brücken zerstört und Eisenbahnlinien verwüstet waren. Die Autobahn Richtung Brienz stand Meter tief unter Wasser und es gab kaum einen, der nicht mal "ga luagä" (schauen) gegangen ist. Auf dem Golfplatz konnte man Böötchen fahren und im unterirdischen Parkhaus in Interlaken lösten Fische Parkscheine. Das war spannend und solange es einem nicht selber geschadet hat, war es auch ein wenig lustig. Sensationslust steckt wohl in jedem.
www.gletschersee.ch

Im Moment hält der Riegel aus sogenanntem Toteis das Wasser noch auf, aber die Kante ist bald erreicht. Wenn das Wasser weitersteigt, dann bricht entweder der Damm oder das Wasser läuft über oder eine Kombination aus beidem. In jedem Fall würden sich die etwas 3 Mio. m3 in die Lütschine und schliesslich in den Brienzersee ergiessen. Geschieht das schnell und nicht peu-a-peu, dann kommt es im Gebiet Interlaken, das ganz im Talboden liegt, zu Ueberschwemmungen.... und genau das wars, was der Junge sich schon in seinen Träumen ausmalte.
Zugegeben: auch für uns Erwachsene hat so eine "Naturkatasrophe" etwas faszinierendes, nur würden wirs nie so formulieren. Ich liebe starke Gewitter! Wenns so richtig wumst und kracht, dann stehe ich am Fenster und geniesse dieses Naturschauspiel..... aber eben nur so lange nicht mein Auto vom Hagel verunstaltet wird oder der Platzregen durch ein aus Versehen offen gelassenes Dachfenster den Parkett ruiniert.
Die Ueberschwemmung vor bald drei Jahren, die durch vier Tage permanenten Regen aus den Oberländer Bergrinnsalen reissende Flüsse machte und den Thunersee zum Meer werden liess, hat uns nie gekannte Sensationen beschert. Menschen wurden aus den Seitentälern mit dem Heli ausgeflogen, da Brücken zerstört und Eisenbahnlinien verwüstet waren. Die Autobahn Richtung Brienz stand Meter tief unter Wasser und es gab kaum einen, der nicht mal "ga luagä" (schauen) gegangen ist. Auf dem Golfplatz konnte man Böötchen fahren und im unterirdischen Parkhaus in Interlaken lösten Fische Parkscheine. Das war spannend und solange es einem nicht selber geschadet hat, war es auch ein wenig lustig. Sensationslust steckt wohl in jedem.
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Wüstenfuchs - 27. Mai, 18:29
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